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Moselsteig 2016: Cochem-Klotten - Koblenz

Etappe IV: Steilhänge, Weinberge, Terrassenlandschaft

 

Das Gebiet

In die Terrassenlandschaft der Untermosel starten 18 Wanderinnen und Wanderer des DAVs Paderborn zur letzten Etappe auf dem Moselsteig, gedanklich häufig bei zwei aus gesundheitlichen Gründen fehlenden treuen Mitwanderern. Die Gruppe vermutet ein eher moderates Auslaufen bis zum Abschluss am Rhein. Die Gestalter des Moselsteigs nutzen aber die Reize der Region zu einer  abwechlungs- und  herausforderungsreichen  Streckenführung. Malerische Fluss- und Felslandschschaften, Burgen, Winzerdörfer, Wein- sowie etliche verdornte Steilhänge und die Terrassenhöhen der Eifel ziehen permanent die Blicke an. Unterwegs unterstützen gelegentlich Griffe zum Schieferfels den Auf- oder Abstieg, Klettersteigoptionen bieten zusätzliche Anreize. Wie zum Trotz erlebt die Wandergruppe noch einmal die höchsten Anforderungen der letzten Jahre, und selbst der flache Zuweg nach Koblenz und dem Rhein bietet uns noch Überraschungen.  In den Weingärten wird weiterhin die Rieslingrebe vorrangig angebaut, allerdings ist eine stärkere Differenzierung der Rebarten deutlich erkennbar. Das Wetter bleibt angenehm und weitgehend trocken.

Strecke der Etappe 4

In Karden, ein Ort mit Flair, traditionsreich durch Kelten, Römer (Ortsname Cardena) und ein Stift, dient uns das  Hotel-Weinhaus „Am Stiftstor“ zur vollen Zufriedenheit und empfehlenswert als Quartier: gutes Essen, gute Bedienung, freundliche und hilfsbereite Wirtsleute, gemütliche Räume, geräumige Zimmer, besonders großzügig im Gästehaus, einem Schlösschen an der Mosel, wo einige „residieren“. Der Bahnhof ist fußläufig in 5´´ zu erreichen. Karden, der links der Mosel liegende Teil des Doppelortes  Treis-Karden, ist als Standort auf der Wanderstrecke zwischen Cochem nach Koblenz hervorragend geeignet. Das Auto kann stehen bleiben.

Anreise-Tag

Karden mit Stiftskirche St. Castor

Sa, 1.10.:
Ortserkundung, Brennereibesichtigung

Per PKW reist die Wandergruppe nach Karden zum Hotel an. Die Nähe zur mächtigen ehemaligen Stiftskirche St. Castor – er lebte um 400 in Karden - wird von uns individuell zur ersten Besichtigung genutzt, wo zufällig in der Kirche anwesende Personen auffallend gerne, kompetent und ausführlich die Geschichte der Kirche, Baubeginn im 12. Jh., und ihre Raritäten erläutern – ein sehr positives Erlebnis zum Start. Im Stiftsmuseum nebenan, ein Gebäude aus dem 13. Jh. und ehemals Teil des Stifts, illustrieren zahlreiche Exponate 2000 Jahre Religionsgeschichte vor Ort. Nach der Museumsbesichtigung folgt noch eine Ortsbesichtigung von einem Führer in Stiftsherrenkleidung, die in der Besichtigung einer Brennerei endet. Hier werden die Technik des Brennvorgangs und die Qualitätsbeeinflussung anschaulich demonstriert, die strengen gesetzlichen Regelungen erläutert sowie anschließend reichlich Verkostungen gereicht. Sollte der Umsatz an der Kasse durch die Gruppe die Qualität der Brände widerspiegeln, dann ist die Qualität sehr gut.

Der Anreisetag mit seinen Erlebnisse schloss mit einem moseltypischen 3-Gängemenue sichtbar zur allgemeinen Zufriedenheit.

Tag 1

Im Wald bei Pommern

So., 2.10.:
Wanderung von Karden nach Cochem(-Klotten)

Wir starten die Wanderung vom Hotel westlich, steigen dann oberhalb des Orts in 2 großen Bogen auf 300 m und genießen zwischendurch vor allem den Castorblick auf Karden mit der mächtigen Kirche, das Moseltal, Felsen und Weinhänge. Bald besichtigen wir den keltisch-römischen Archäologiepark Martberg in seiner Konzeption und mit den Rekonstruktionen. Es folgen ein zügiger Abstieg in das Moseltal nach Pommern und die Mittagspause in der Straußwirtschaft bei Zwiebelkuchen und Federweißen zum runden Geburtstag, Stärkungen für die weitere Strecke: Zunächst steigen wir teils steil 100 hm zum Warmlaufen auf, dann bald 50 hm abwärts zur Entspannung und folgend auf weitgehend steilem Serpentinenpfad um 230 hm auf die Höhe. Nach einer welligen  Strecke führt der Abstieg teils klettersteigartig auf Fels in das dunkle Dortebachtal mit hohen verdornten Felswänden jenseits des Bachs. Hier führt seit der Einführung der Moselsteig abwärts zur Straße und Bahnlinie und dort entlang nach Klotten – völlig unbefriedigend für Wanderer und viel kritisiert. Ein neuer Weg über den Berg ist laut Touristinformation angelegt und in neuen Karten ausgewiesen, war aber für uns nicht risikolos auffindbar. 1. Tag, kräftige Anforderungen bewältigt, es ist spät für weitere steile Wege, es reicht allen. Im Ort Klotten, selbst touristisch gering attraktiv, entscheiden wir uns, den Wein und das Abendessen im Gewölbekeller des Hotels und Restaurants zu genießen bei begleitender Klaviermusik unseres Seniors und anschließend im Festzeit bei Blasmusik und Wein die Präsentationen der hiesigen Winzer zu (über)hören. Es folgt das Erlebnis Bahnfahrt: wiederholte Meldungen am Automat „Zug fällt aus“, „Karten nicht lösbar“, dann Anzeige am andern Bahnsteig „Zug kommt in 7 Minuten“, Zug kommt, wir rein, Schaffner (ver)folgt uns, kämpft mit seinem Apparat für ein Gruppenkarte – vergeblich. Kurz vor Ausstieg spuckt der Apparat einige Einzelkarten aus, na ja die werden bezahlt – eigentlich schade und unverdient so kurz vor dem Ziel.

Das Geschehen des 1. Wandertags bot reichlich Stoff, um abschließend in unserem Hotel in Ruhe und Gemütlichkeit bei Wein oder Bier in großer Runde zu plauschen.

Tag 2

Mo., 3.10.:
Wanderung Karden – Burg Eltz – Müden - Karden

Wir starten vom Hotel, verlassen schnell das Dorf und werden sofort gefordert: 200 hm auf meist felsigem Pfad steil aufwärts. Herrliche Ausblicke in das Moseltal und auf Karden mit seiner weißen Stiftskirche veranlassen gerne zum Verschnaufen. Ein großzügig angelegter Aussichtspunkt, der Kompeskopf,  mit Rastplatz und Hütte krönen den Aufstieg. Wir wandern bald auf der Höhe 2 km,  ein Stück abweichend den Moselhöhenweg nutzend, über Wiesenflur und steigen dann 150 hm ab im Wald in Richtung Burg Eltz. Vor uns liegt eine Landschaft mit lichtem Wald, Tälern und Felspornen, wo wir bald malerisch unser Ziel entdecken. Burg Eltz aus dem 12. Jh.., fast umschlungen von der Elz, angepasst an die Form des Schieferfelses, nie erobert und zerstört, ein Kleinod der Burgromantik und erreichbar über einen Felsweg wird am 3.10. „belagert“ von Besuchermassen. Nach einer Stärkung „kämpfen“ wir uns kritisch beäugt durch den Innenhof mit seinen „Belagerern“ und können tatsächlich unseren langfristig vereinbarten Besichtigungstermin wahrnehmen. Man gewinnt Verständnis, da die Erben den Erhalt der Burg weitgehend selbst finanzieren müssen. Innen ist vieles original, Ritterbedarf ausgestellt und ein Museum angeschlossen. Das Ritterleben in der Burg erscheint recht komfortabel.

Weiter führt der Moselsteig tendenziell südlich abwärts entlang des Elztals, bis er in Ringelsteiner Mühle nach Osten abknickt. Wir wandern auf einer als Zuweg ausgewiesenen Strecke 100 hm überwindend an Moselkern vorbei in Richtung Müden, wo wir uns im Gasthof Balthasar bei netten Noch-Inhabern für neue Taten stärken. Ein großes Hotel an der Mosel verursacht spürbar das touristische Leben im Ort. Unsere Entscheidung, über den Buchsbaumweg zurück nach Karden zu wandern, führt uns zunächst 80 hm aufwärts, dann an der Hangkante mit Moselblick und bald den ersten Buchsbaumsträuchern entlang, bis uns die Krailsbachschlucht mit 170 hm  auf extrem steilem Pfad,  meist in Falllinie aufsteigend, - tröstlich häufig der Buchsbaumbewuchs - alle Kräfte fordert. Doch wir werden belohnt: bald danach auf der Höhe erreichten wir wieder den Kompeskopf. Die späte Sonne legte ein gelbliches Licht in das Moseltal, auf seine Hänge, auf Treis-Karden mit seinen stattlichen Gebäuden und die verbindende Brücke. Es war ein imposanter überwältigender Anblick. Und zur Vollendung des Genusses schenkten Kardener Bürger hiesigen Wein gegen einen Obulus aus. Doch die hereinbrechende Dämmerung drängte zum Abstieg auf den felsigen Pfad des Aufstiegs am Morgen.

Nach einem Tag voller Abwechslung nutzen die meisten Wanderer an dem angekündigten Abend „Freie Gestaltung“ ganz einfach die gute Gastronomie unseres Hotels und zur Gemütlichkeit.

Vor der Burg Eltz
Tourausklang mit Blick auf Treis-Karden

Tag 3

Am Klettersteig Rabenlay

Di., 4.10.:
Wanderung von Moselkern nach Löf

Um 8:30 per Bahn nach Moselkern. Vom Bahnhof gehen wir auf einem Zuweg durch die Weinberge zunächst leicht ansteigend, dann steil aufwärts über einen Serpentinenpfad zur K33. Nach einer kurzen ansteigenden Strecke, insgesamt vom Bahnhof 180 hm, erreichen wir den Moselsteig. Auf dem Hochplateau führt der Weg zunächst noch am Hang und schwenkt dann am Wald vorbei durch Feldfluren nach Lassberg. Hinter dem Ort pausieren wir an einem Rastplatz und können dann von einer Felsspitze Burg Bischofstein erblicken.  Weiter bei herrlichen Ausblicken auf das Moseltal, den Ort Burgen sowie den Hunsrück führt uns der Weg zunächst oberhalb, dann durch den Hangwald und vereint sich mit dem Hatzenporter Laysteig. Wir queren die L113 und werden auf dem Klettersteig Dolling mehrfach durch Klettern auf Fels, Leitern und schmalen Stegen, gesichert durch Seile, gefordert. An der neuen Hütte oberhalb des Ortes Hatzenport mit Blick auf Felssporn Rabenlay, unser nächstes Ziel, werden wir zum stärkenden Picknick mit Käse und Wein, gespendet von „Nullern“, empfangen. Dann teilt sich die Gruppe. Einige wandern auf dem Moselsteig zum Felssporn. Die Anderen gehen abwärts an der Kapelle St. Johannis vorbei und steigen dann in den Klettersteig Rabenlay ein. Dieser verlangt vor allem durch seine schmalen Wandstege und steil abfallendem felsigem Hang auch bei angebrachten Hilfen ein höheres Maß an Sicherheit vom Benutzer als der Dolling Klettersteig. Oben angekommen nehmen wir sichtbar das Aufatmen und die allmähliche Entspannung wahr. Der malerische Rundumblick trägt dazu bei. Weiter führt der Moselsteig im Auf-und-Ab in einem Bogen durch den Wald oberhalb von Löf und das Kehrbachtal in den Ort zum Bahnhof. Wir fahren mit dem Zug zurück.

Das Abendessen ist als Grillabend in der „Alten Weinstube Burg Eltz“ vereinbart. Während wir gemütlich drinnen am großen Tisch das Angebot genießen,  „gibt Jupp draußen schwitzend am Grill alles“, um bei reichhaltigem Grillgut unseren Wünschen gerecht zu werden. Ein hohes Lob für Jupp!

Tag 4

Rabenlay bei Hatzenport
Höhenburg Thurant

Mi., 5.10.:
Wanderung von Löf nach Kobern-Gondorf

Per Bahn nach Löf.  An der Mosel entlang gehen wir zur Brücke, die markante langgezogene Höhenburg Thurant bald im Blick. Auf der rechten Seite des Flusses steigen wir zunächst durch einen Wald, dann aber entlang der Weinhängen oberhalb des Ortes Alken zur ältesten Burg des Mosellandes ca. 120 hm auf. Eine Besonderheit besitzt Burg Thurant: im 13. Jh. waren die Erzbistümer Köln und Trier gemeinsame Besitzer. Daher besteht die Burg aus 2 Teilen mit eigenen Bergfrieden, Wohnbereichen und früher eigenen Eingängen. Auch sie wurde im Pfälzer Erbfolgekrieg zerstört, kann aber heute mit ihren alten und rekonstruierten Teilen zu bestimmten Zeiten nur komplett besichtigt werden. Weiter mit Blick in das Moseltal steigen wir 100 hm nach Alken in das Bachtal ab, um dann  auf einem Kreuzweg zur Wallfahrtskirche wieder 150 hm aufzusteigen. Der Bleidenberg mit seinen keltischen Spuren – Anlass wohl für das Skulpturenensemble mit der Homo-Erectus-Lagerstätte unterhalb - wird umgangen, und wir wandern wiederum über einen Kreuzweg abwärts nach Oberfell. Nun wird’s am Schildberg gnadenlos: 220 hm aufwärts meist durch Wald  zunächst in Falllinie steil und gelegentlich mit Treppenunterstützung, später abflachend. Anschließend werden wir auf der tendenziell fallenden Strecke, vorbei an der Röderkapelle und der Hütte Hitzlay durch imposante Ausblicke in das Moseltal mit Inseln und Weingärten sowie auf die Eifelhöhen entlohnt. Der Rundum-Panorama-Blick von der Mönch-Felix-Hütte oberhalb von Niederfell mit Blick auf die Matthiaskapelle, erstes Ziel am nächsten Tag,  ist letztlich das  Highlight. Wir steigen einem Serpentinenpfad ab und kehren in Niederfell im Café Conditorei Sander an der Mosel ein – sehr empfehlenswert.  Vis-à-vis die alten Schlossgemäuer in Gondorf wirken „very British“. Nach anschließenden kleinen Besichtigungstouren durch die hübschen Teile Koberns treffen sich alle zu einem guten Abendessen im Gasthof „Zum Weinfass“. Rückfahrt per Bahn und Abschlusstrunk im Hotel.

Tag 5

Blick auf Kobern mit Niederburg und Matthiaskapelle
Fachwerk- und Touristikort Winningen

Do., 6.10.:
Wanderung von Kobern nach Winningen

Per Bahn nach Kobern. Vom Bahnhof steigen wir zunächst 120 hm auf, wandern durch den Wald oberhalb Koberns und folgen dem Teilabstieg 80 hm zum Burgpfad. Der Klettersteig Niederburg ist leider aus Sicherheitsgründen gesperrt. Wir steigen auf dem Koberner Burgpfad auf, genießen von der Ruine Niederburg den Blick zurück in das Tal und gehen weiter zur  Oberburgruine und der markanten spätromanischen Matthiaskapelle. Sie wurde im 13. Jh. sechseckig mit einem Rippengewölbe zur Beherbergung des Hauptes des Apostels Matthias – später in den Dom zu Trier übertragen - aus dem „Gepäck“ eines Kreuzzugs gebaut. Trotz Bemühens blieb uns die Tür verschlossen. Wir steigen dann in einem langgezogenen Bogen, weitgehend im Wald und teils durch Feldfluren, 150 hm auf und dann 200 hm in Kehren steil ab zum Belltalbach. Pause. Denn – nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg: 200 hm.  Oben besteht Blickauswahl: Moseltal und Hunsrück oder die Moderne mit der hohen Autobahnbrücke. Am Rastplatz vorbei kehren wir auf vielfacher Wanderbuchempfehlung in die Raststätte der Autobahn ein, letztlich zu voller Zufriedenheit. Nach Winningen wählen einige den direkten Weg für eine ausführlichen Besichtigung des Ortes mit traditionsreichem Touristikflair, andere den langen Weg über den  Hexenhügel und durch die Weingärten. Um 17:00 ist Einlass in einen Gewölbekeller mit Atmosphäre der Gutsschänke Schaaf, zügig sowohl die Aufnahme der Bestellung à la Carte für 18 Personen als auch das Servieren der schmackhaften Speisen – perfekt. Per Bahn fahren wir zurück und blicken im Hotel bei kühlen Getränken zurück auf den ausgefüllten Tag.

Tag 6

Bei Lehmen: Eifelterrasse (links), Hunsrück (rechts)

Fr., 7.10.:
Wanderung von Winningen nach Koblenz

Um 8:30 wandern wir über die Moselbrücke nach Treis zu einem kleinen Ortsrundgang, um von dort 9:40 mit dem Schiff „Maria von Beilstein“ nach Winningen zu fahren. Manch einer „träumte“ laut wie „da oben waren wir, da war doch ...“. Auch für Wanderer ein herrliches Erlebnis, vom Fluss die Moselhänge zu betrachten. Vom Schiffsanleger wählten wir den geeigneten Aufstieg gemäß Wanderelektronik. Kurz durch den Ort, über Stufen aufwärts, am Geländer entlang, dann wird es enger und enger, steiler und steiler – Stimme aus dem Hang: „ich bleib hier sitzen“ –, nur noch über 2 Mauern und siehe da: der Moselsteig hat uns wieder nach 120 hm. Nun beginnt das abschließende Auslaufen: abwärts führt uns der Weg in einem großen Bogen durch einen bewaldeten Hang, dann an Weingärten vorbei. Es fängt erstmals an zu nieseln und regnen. Pause am Sportheim in Güls. Im Ort vor der Brücke wird mitgeteilt: Hier endet der Moselsteig, die Strecke nach Koblenz ist – aus politischen Gründen der Stadt Koblenz - nur als Zuweg ausgewiesen. Alle wollen weiter. Wir wandern über die Brücke und dann immer entlang der Mosel, teils Parklandschaft, teils Straßennähe. Nächste Überraschung: Die Besichtigung der Fischtreppen kann nicht vereinbarungsgemäß wegen erheblichen Baumaßnahmen stattfinden.Wir sind leicht verärgert wegen einer recht undiplomatischen Abweisung,  gehen weiter und kämpfen uns bald durch das Betonstraßenlabyrinth zum Bahnhof. Die größte Überraschung folgt: der Bahnhof ist gesperrt wegen eines herrenlosen Koffers (?), und zwar stundenlang. Nach vielen Telefonaten kommt die Lösung: Unser Hotelier schickt uns einen kleinen Bus.

Pünktlich kann so zum Sekt mit Weinbergpfirsichlikör und dem 4-Gänge- Schlemmermenue gestartet und der aufregende Tag diskutiert werden. Die Organisatoren hatten bereits ihr letztes Planungsjahr angekündigt. Ob und wie geht es weiter? Herzliche Worte des Dankes und Lobes, auch schriftlich dokumentiert, für dieses Wanderjahr und neun vorherige wurden von zwei Wanderfreundinnen vorgetragen. Liebevoll ausgewählte und aufbereitete Geschenke werden überreicht. Und doch war die Atmosphäre spürbar anders. Die dritte  Protagonistin der früheren Abschlussabende und  ein Stamm-Mitwanderer werden vermisst.

Abreise-Tag

Sa., 8.10.:
Treff auf Festung Ehrenbreitstein

Nach dem Frühstück kommt die Meldung. Wanderfreund Udo ist in der Nacht von uns gegangen. Mit seinen Fotos und Videos, seinen Aktivitäten als unserem Hobby-Busfahrer und – vor allem – seiner Herzlichkeit und seinen Scherzen war er ein beliebtes und belebendes Mitglied in der Gruppe.

Wir fahren – einige waren abgereist - getrennt planmäßig zum Deutschen Eck nach Koblenz und dann mit der Gondel auf die Festung Ehrenbreitstein, wo wir auf die Anfänge unserer gemeinsamen Wanderjahre, dem Rheinsteig, stoßen. Nach einigen Spaziergängen treffen wir  uns zu einem gemeinsamen Imbiss im Restaurant. Die Vergangenheit lebt noch einmal in manchen Anekdoten auf.

Nun zu allerletzt: wir bedanken uns für 10 Jahre Vertrauen auf den Wanderungen am Rheinsteig, Weinsteig und Moselsteig.

Maria und Klaus Neumann